Aufgrund von kurzfristigen Hindernissen wird die 11. Literarische Residenz in Berlin an den Zweitplatzierten, den brasilianischen Autor Rafael Gallo, erteilt.
Während seines Aufenthalts in Berlin wird der Autor den Roman „Os pesadelos herdados“ (Vererbte Alpträume) weiterentwickeln – einer Geschichte, die von der psychischen Gesundheit ausgeht, um die Auswirkungen falscher Diagnosen und Behandlungen sowie die Gewalt gegen diejenigen zu untersuchen, die letztlich Pflege benötigten. Die Recherche in Berlin über Menschen, die während des Nazi-Regimes aufgrund ihres psychischen oder kognitiven Zustands verfolgt und getötet wurden, wird ein wichtiger Teil des Schreibprozesses und der Gestaltung der Geschichte sein.
Rafael Gallo wurde 1981 in São Paulo, Brasilien, geboren und lebt derzeit in Lissabon. Er ist Autor des Romans „Dor fantasma“, der mit dem José-Saramago-Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde (Porto Editora/Biblioteca azul); des Romans „Rebentar“ (Porto Editora/Record), Gewinner des São-Paulo-Literaturpreises; von „Réveillon e outros dias“ (Record, 2012), einem Erzählband, der mit dem SESC-Literaturpreis 2012 ausgezeichnet wurde, sowie von „Cavalos no escuro“, seinem jüngsten Erzählband, der 2024 in Brasilien beim Verlag Record erschien und mit dem Candango-Literaturpreis in der Kategorie „Bestes Cover“ ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus hat er zahlreiche Texte in Anthologien und Sammelbänden veröffentlicht, unter anderem in Frankreich, den Vereinigten Staaten, Kuba, Ecuador und Mosambik.